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Im Frühjahr 2004 nahmen wir endlich die Umgestaltung des Spielhäuschens in Angriff.
Das altersschwache ‘Fertighaus’ war nach sieben Jahren nur noch eingeschränkt funktionsfähig und vor allem mit gerade mal 1,10 m Giebelhöhe nur noch für den Jüngsten der
drei Musketiere bequem bespielbar.
Nachdem die einzelnen Elemente des Häuschens demontiert waren, wurden morsche Stellen im Belag und Teilen der Unterkonstruktion der Plattform ersichtlich.
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Die dadurch notwendige Erneuerung haben wir dann gleich zur Erweiterung der Plattform um eine Auskragung auf der Süd-West-Seite genutzt. Um die Haltbarkeit zu verbessern,
haben wir rutschsichere, gerillte Dielen aus kesseldruckimprägniertem Holz als Belag benutzt. Die senkrechte Leiter zur Plattform wurde entfernt und durch eine leichter begehbare, schräg angestellte und mit einem
Handlauf gesicherte ersetzt.
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Die bewährte Rahmenbauweise, die wir auch schon beim Bau des Schwedenschuppens angewandt haben, ist in perfektionierter Form bei der Erstellung des Skeletts der Kindervilla zum Einsatz gekommen.
Dazu haben wir auf einer ebenen Fläche den Aufriß der Giebelfront im Format 1:1 aufgezeichnet.
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Anhand dieser Schablone konnten wir sehr einfach zwei identische Rahmen erstellen, welche die Höhe der Seitenwände und die Neigung des Hauptgiebels vorgeben.
Auch den variierten mittleren Rahmen, der einseitig im First der Dachgaube ausläuft, konnten wir dank der Schablone einfach zusammenschrauben. Danach zeichneten wir als
zweite Schablone den Aufriß des Erkergiebels auf und fertigten darauf wiederum zwei identische Rahmen.
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Auf dem Belag der Plattform verschraubten wir umlaufende Kanthölzer als Grundriegel mit der Unterkonstruktion. Mit Hilfe von Verbindungsblechen montierten wir darauf die
beiden Rahmen des Hauptgiebels, den Rahmen mit dem Gaubengiebel und die beiden Rahmen für den Erker.
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Im Bereich der Seitenwände verbinden mehrere waagerecht angeschraubte Dachlatten die Rahmen untereinander und dienen gleichzeitig als Unterkonstruktion für die Verschalung.
Diagonal aufgeschraubte Dachlatten im Bereich der geschlossenen Wandteile sorgen für die nötige Aussteifung der Wände.
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Die Dachflächen wurden mit waagerecht angeordneteten Nut- und Feder-Dielen vollflächig eingeschalt.
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Die Traufen der Dachflächen wurden mit Aufschieblingen gestaltet und die Ortgänge verkleidet.
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Anschließend wurden die Seitenwände mit senkrecht verlaufenden Nut- und Feder-Dielen verkleidet, in welche sorgfältig Öffnungen für die insgesamt sechs Fenster und die
Eingangstüre eingelassen wurden.
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Anschließend wurde das Dach mit Dachpappe gedeckt.
Die Hausecken wurden mit aufgesetzten Brettern sauber verschlossen und sämtliche Flächen entsprechend der Farbgebung von Wohnhaus und Schwedenschuppen gelb und grün
gestrichen.
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Die Fenster mit den individuell entworfenen und auf der Außenseite der Fensterflügel aufgesetzten Sprossenteilungen wurden maßgenau selbst geschreinert, mit
Plexiglasplatten verglast und sogar mit Fensterdichtungen versehen, ehe sie eingebaut wurden.
Als letztes wurde die Türe angepasst, eingebaut und mit einer Drückergarnitur versehen.
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Diese Aufnahmen vom Winter 2004/05 zeigen die klaren geometrischen Formen der Kindervilla und die liebevoll gestalteten Details wie die neogotischen Fenstersprossen.
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Die Einheit von Wohnhaus, Schwedenschuppen und Kindervilla, die wir in den letzten Jahren angestrebt haben, scheint uns nach Aussage von netten, anerkennenden, respektvollen
Passanten auch sehr gut gelungen zu sein -
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- denn sieht unser ‘schwedisches Gehöft’ mittlerweile nicht aus wie ‘aus einem Guß’?
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