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Ein Garten mit 10 Ar - der Traum eines jeden Bauherren - ist leider bei den hiesigen Grundstückspreisen für junge Familien kaum noch erschwinglich. Im Vergleich zu unseren meisten Nachbarn haben wir sogar noch ein relativ großes Grundstück mit 435 m2 recht günstig von der Stadt erstanden.
Leider war durch die indirekte Erschließung über einen, vom Ende der Sackgasse mit Parkplätzen und Wendemöglichkeit abzweigenden kombinierten Fahr- und Fussweg nur ein Zugang zum Grundstück von der Seite her möglich.
Daraus ergab sich, dass die klassische Einteilung in Vorgarten und Hausgarten nicht möglich war. Im Gegenteil führte die Lage des Baufensters auf dem Grundstück dazu, dass sich auf allen vier Seiten mehr oder weniger tiefe Grundstücksflächen befanden.
Blick auf den Rosenbogen von Westen ca. Jahr 2002 Garten noch ohne Sichtschutz entlang der Grenzen
Um angemessen auf diese ‘Reststücke’ zu reagieren, wandten wir ein ursprünglich für lange, schlauchförmige Reihenhausgrundstücke ersonnenes Verfahren an, den Garten in einzelne, durchaus unterschiedlich gestaltete und optisch voneinander getrennte Gartenräume zu unterteilen.
Um hierbei ein größtmögliches Mass an Ruhe in den durch die unterschiedlich großen Restflächen sehr unruhigen Garten zu bringen, orientierten wir uns mit den Grenzen zwischen den einzelnen Räumen so streng wie möglich an den durch die Geometrie des Hauses vorgegebenen Linien.
Schon bald nachdem die räumliche Gliederung durch die Pflanzungen und den Bau von raumgebenden Strukturen ersichtlich wurde, bekamen wir von Besuchern und Passanten das Feedback, wie großzügig unser Garten erscheinen würde. Regelmäßig wurde und wird der Garten erheblich größer eingeschätzt, als er in Wirklichkeit ist.
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Auch in Kommentaren im Gartenforum oder von Gartenfreundinnen wurde mehrfach geäußert, das es kaum zu glauben ist, wieviele unterschiedliche Ideen, Pflanzen und Gestaltungsräume wir auf so geringem Raum geschaffen haben.
Bereits nach der Fertigstellung der Trockenmauer um die Einfahrt stellten wir fest, dass sich die Gliederung durch dieses bauliche Element positiv auf die Raumwahrnehmung auswirkte. Der westliche Gartenbereich mit Einfahrt, Rasenzimmer und RosenKräuterRabatte erschien plötzlich viel größer, da geordnet.
Blick auf den Erker und den Kreuzgarten von Südwesten ca. Jahr 2002 Haus noch grün-gelb und Garten ohne Sichtschutz entlang der Grenzen
Seit sich jedoch die Umgestaltung des Vorgartens der Vollendung nähert, verspüren wir erst, wie viel Raum wir in dieser bislang unbefriedigenden Situation verschenkt hatten.
Endlich haben wir den Eindruck bekommen, dass wir langsam zur passenden Gestaltung aller unserer Gartenräume gefunden haben, und dass sich für die nächsten Jahre nur noch Details zur Gestaltung anbieten - eine Aussicht, die wir mit einem lachendem und einem weinenden Auge konstatieren - einerseits soll der Garten ja nach den Jahren der ‘Grobarbeiten’ auch endlich mal in den Feinheiten so werden, wie er in unseren Träumen aussieht, aber andererseits hatten wir gerade so richtig Gefallen an der großräumlichen Gestaltung gefunden..
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Links zu den Unterseiten mit den einzelnen Gartenräumen:
Vorgarten
Rasenzimmer
Terrasse und Wassergarten
Kreuzgarten
Kinderecke mit Kindervilla, Sandkasten und Trampolin
Küchengarten
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Angesichts der begeisterten Gästebucheinträge zu unserem original schwedischen Holzhaus mag es zwar fast unglaublich scheinen, aber wir waren noch niemals in der Heimat Astrid Lindgrens, Henning Mankells, IKEAs, der viel zu leckeren Kanelgifler, des aromatischen Glögg oder der saftigen Köttbullar zu Gast.
Statt dessen haben wir jedoch nach Kräften Dänemark von Jyllands Norden (Skagen), Westen (Blaavand und Ringköbing), Südosten (Aabenraa) bereist, haben Fyn mit H.C. Andersens märchenhaftem Odense ausgehend von Middelfahrt erkundet und Sjellands Norden mitsamt der Hauptstadt Kopenhagen und der alten Königsstadt Roskilde mit einem komfortablen Basislager in Tisvildeleje unsicher gemacht.
Ach, Ringköbing, Middelfahrt, Tisvildeleje... Die Namen klingen im Ohr und rufen mir farbenfrohe Bilder von wunderschönen Urlaubsaufenthalten ins Gedächtnis. Noch knapp 20 Wochen bis zu den nächsten Sommerferien - was für ein Glück, dass wir einen Kurzurlaub zu Ostern einschieben können. Wo? In Dänemark, natürlich!
Da stellt sich natürlich die Frage, was uns an Dänemark so fasziniert.
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Abgesehen von der wilden windumtosten Nordseeküste, die als solche schon sehenswert genug ist, konnten wir gerade im Hinterland und entlang der Ostsee in den gewachsenen Kernen der kleinen Landsiedlungen eine geradezu bilderbuchmäßige Gartenlandschaft entdecken.
Dort schmiegen sich stilvoll, aber keineswegs streng, sondern mit lockerer Hand komponierte Landhausgärten wie Zeugnisse einer besseren Welt um liebevoll restaurierte Bauernkaten.
Da grüßen schlanke Stockrosen lächelnd über niedrige Holzzäune, da breiten sich duftende Blütenwolken in sanften Farbtönen über halbhohe Hügellandschaften voller zarter Rosensträucher aus.
Da setzen zarte Blattstrukturen kraftvolle Akzente vor ursprünglichen, wie aus längst vergangenen Vorzeiten herübergeretteten Mauern aus kindskopfgroßen Findlingen (die in der guten Luft auch binnen weniger Jahre so viel Patina im Form von Flechten und Moosen ansetzen, dass sie hervorragend verbergen, dass sie eventuell gar erst vor wenigen Jahren aufgesetzt wurden).
Blick auf das alte Piratennest von Südwesten ca. Jahr 2002 Haus noch grün-gelb und Garten ohne Sichtschutz entlang der Grenzen
In den weitläufigen Neubaugebieten jedoch herrscht meist ein puristischer “Rasenmäherstil” vor. Löblich hervorzuheben scheint da zunächst nur die in phantasie- und liebevoll gestalteten Kinderspielhäuschen in mindestens jedem zweiten Garten manifestierte Kinderfreundlichkeit.
Doch selbst an und für sich öde Rasenflächen strahlen in Dänemark eine unaufdringliche Eleganz aus. Dröge Schießbahnen, allzu oft hier in Deutschland der Fleisch gewordene Mangel an Vorstellungsvermögen, sind dort kaum zu finden.
Ob das wohl an den schlicht-neutralen Sichtschutzelementen aus Holz liegt, die der Däne an sich grundsätzlich nur in Großverbrauchermengen entlang seiner Grundstücksgrenzen zu installieren scheint?
Oder doch an der gekonnten Auswahl der viereinhalb exquisiten Dekoartikel und der punktgenauen Platzierung der zwölf bis dreizehn dezenten, immergrünen Pflanzen?
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Kann sein, dass es auch am milden skandinavischen Licht liegt, das mich alles durch eine rosarote Brille sehen lässt.
der an halluzigenen Wahnvorstellungen, die mein von verkehrsverpesteter Luft chronisch unterversorgtes Hirn angesichts des Sauerstoffüberangebots erleidet...
Dass es daran liegen könnte, dass das im Urlaub genossene, malzig leckere Albani Odense viel zu leicht geölt durch meine Kehle rinnt, weise ich flugs von der Hand. Und lächle verschmitzt.
Wie lange, hatte ich ausgerechnet, dauert es noch bis zum nächsten Urlaub? Entschieden zu lang!
Ach, Dänemark...
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Irgendwann haben wir auch vor, einmal eine richtig zünftige Skandinavien-Rundreise zu machen. Mit allem pi und pa und po und drum und dran.
Durch Schweden, Norwegen, Finnland. Kreuz und quer.
Doch die Vorstellung, mit drei mehr oder minder (wohl eher minder) begeisterten Sprößlingen eine abwechslungsreiche Hotelrundreise mit nahezu täglich wechselnden Quartieren zu erleiden, verhilft meinen gedanklichen Höhenflügen flugs zu einer quietschenden Vollbremsung.
Unser erster Deckchair in der Ecke des Rasenzimmers ca. Jahr 2002 Haus noch grün-gelb und in der Einfahrt steht ein blau-weißer Zeltpavillon vom Umbau des Schuppens
Da entspanne ich doch lieber ganz relaxt in einem gepflegten Ferienhaus, das allen gewohnten Komfort wie zu Hause bietet. Was neben einer modernen Küchenausstattung insbesondere mit Spülmaschine hauptsächlich in Unterhaltungsequipment in Form von TV und DVD-Player besteht, um unsere wilden HOrden allabendlich mit einer ausgewählten Konserve vom Schlage “Michel aus Lönneberga” oder “Catwheazle” zum geordneten Rückzug in die Schlafgemächer zu bestechen.
Währenddessen ich wahlweise auf der Terrasse im eleganten Kunstratten-Sessel, im Rasenzimmer ganz graziös auf einen bequemen Deckchair drapiert oder bei skandinavisch anmutenden Klimabedingungen doch lieber im schnuckeligen Sommerhaus draußen und doch drinnen am schönen Esstisch sitzend, mich im Licht der untergehenden Sonne und des flackernden Mückenlichts auf dem Tisch der Lektüre des vierzehnten Exemplars unserer Reisebibliothek hingebe.
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Womit wir beim Knackpunkt jedes Dänemarkurlaubs angelangt wären: Der Platzmangel beim Packen!
Dank der zeitgemäßen Ausstattung der von uns gebuchten Ferienhäuser mit Waschmaschine und Trockner reichen selbst mit solch schöpferisch begabten Sprösslingen wie den unseren, die ihre Kleidung allzu gerne mit dekorativen Ketchupflecken verzieren, ein halbes Dutzend sparsamst gepackte Reisetaschen für eine dreiwöchige Flucht ans Meer.
Guten Gewissens wird darüber alles mögliche zuhause vergessen. Alles kein Problem. In Dänemark gibt es hervorragende Schuhgeschäfte, falls man wahlweise die Sandalen oder Halbschuhe vergessen hat. Kurze Hosen, lange Hosen? Zahnbürsten, Duschgel oder gar ein Fön?
Einkaufen in Dänemark kann richtig Spaß machen!
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Und trotzdem kommen wir jedes Mal in Platzbedrängnis, wenn es ans Auto beladen geht.
Man glaubt es nicht, wie viel Platz unsere übliche Urlaubsbibliothek mittlerweile verschlingt!
Ich hab mir schon überlegt, ich frage mal höflich unseren freundlichen Buchhändler, ob er uns wohl gut sortierte “Carepakete” an unser jeweiliges Urlaubsdomizil senden könnte.
Bei den Großmengen, die wir übers Jahr bei ihm kaufen, sollte so ein Service fast schon dazugehören...
Seufz. Bleibt mir nur, schon mal vorausschauend damit zu beginnen, die geplanten Neuerscheinungen unserer Lieblingsautoren zu erfassen, ein wenig in Amazon.de zu wildern, dort nach neuen Autoren zu forschen, die uns liegen könnten.
Blick von der Terrasse nach Südosten ca. Jahr 2002 Garten noch ohne Sichtschutz entlang der Grenzen und der Wein noch kleine Pflänzchen...
Nicht zu vergessen, die Seite mit den Literaturtipps der Tageszeitung gründlich zu studieren. Die haben da ja immer wieder brandheiße Geheimtipps auf Lager.
All das ist dann schon fast ein bisschen Urlaub vor dem Urlaub.
Vorfreude ist doch die schönste Freude...
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Links zu den Unterseiten mit den einzelnen Gartenräumen:
Vorgarten
Rasenzimmer
Terrasse und Wassergarten
Kreuzgarten
Kinderecke mit Kindervilla, Sandkasten und Trampolin
Küchengarten
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