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Jonas und Josua auf der Treppe zur Kindervilla ca.2004
Direkt nach dem Hausbau, die finanziellen Mittel naturgemäß erschöpft, kam uns das Angebot, nach Ablauf einer Werbeaktion für eine bekannte Schokoladenmarke ein kunterbuntes Häuschen aus Sperrholz vor der Müllpresse zu ‘retten’, natürlich sehr recht.
Vom Hausbau gab es noch genügend Reste an kesseldruckimprägnierten Kanthölzern und Brettern. Damit bauten wir einen Rost, der zarte Kinderfüße vor dem Matsch und das nicht witterungsbeständige Material des Häuschens vor dem Verrotten schützte.
Vom Herbst 1997 bis zum Sommer 2001 war das Spielhäuschen ebenerdig aufgestellt und ein begehrtes Spielobjekt - nicht nur bei unserer Tochter und ihren Freundinnen, sondern zunehmend auch bei unserem mittlerweile dem Krabbelalter entwachsenen Sohn.
Freunde... Jonas und Josua
Um den schwelenden Konflikt um den begehrten Spielplatz zu lösen entschieden wir uns in den Sommerferien 2001 zu einer Verdopplung der zur Verfügung stehenden Spielfläche indem wir mit einer Plattform die dritte Dimension nutzten.
Der Bau einer 1,40 m hohen Plattform auf der wir das in den Originalfarben frisch gestrichene vormalige Werbeobjekt aufstellten, machte das ‘brave’ Spielhäuschen bei den ‘wilden Kerlen’ umso interessanter.
Denn nun konnte es viel besser eine Burg darstellen, die es zu erobern galt, oder ein Piratennest mit Geheimversteck im ‘Keller’ sein, ein Szenario, das dank der selbstgemalten Totenkopfflagge namensgebend wurde.
Es war sogar relativ friedlich möglich, dass das ‘Obergeschoß’ von den Jungs zur Atlantiküberquerung genutzt wurde, während die Mädchen das ‘Untergeschoß’ mit Decken und Tüchern zu einer kuscheligen Wohnhöhle umgestalteten. Zumindest solange, bis in der Phantasie der Buben aus dem Ozeanriesen ein Fesselballon wurde und dringend Ballast abgeworfen werden musste - und die Mädels sich postwendend und wild kreischend für den durch die Bretter in Haar und Augen gerieselten Sand rächten...
Drei Jungs in einem Boot... (oder so)
Vom Sommer 2001 bis zum Herbst 2003 herrschte so eine fast ans Paradiesische grenzende Zufriedenheit unter unseren Kindern. Das Piratennest erwies sich auch als solcher Hit, dass sich drei Familien in der Straße animiert sahen, ihre Kinder ebenfalls mit einem Spielhaus auf Stelzen bzw. mit einer Spielplattform auf einem Hügel auszurüsten.
Doch dann wuchsen sie dem kleinen, mittlerweile schon recht maroden Spielhäuschen buchstäblich über den Kopf. Zuletzt konnte nur noch der Jüngste der drei Musketiere in dem 1,20 m hohen Häuschen stehen - und alleine war’s ihm natürlich auch langweilig...
Zunächst überlegten wir, das bestehende Häuschen nur mit aufgesattelten Seitenwandverlängerungen zu versehen, doch dann gab nicht nur der zweifelhafte Zustand der alten Bauteile, sondern auch unsere seit dem Bau des Schwedenschuppens exorbitant gestiegenen Gestaltungsansprüche den Ausschlag, eine wirklich ‘große’ Lösung zu bauen - so groß, dass sogar der knapp zwei Meter große Hausherr darin stehen kann.
Näheres zum Bau der Kindervilla finden Sie hier!
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