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die Vorteile des Internets liegen klar auf der Hand - ich kann mich noch viel zu gut daran erinnern, wie schwierig es war, an Informationen zu kommen, bevor es google und diverse Fach-Foren gab.
Aber wie alles im Leben hat auch die niedrigschwellige Informationsbeschaffung übers Internet ihre zwei Seiten - so leicht, wie es einem vermeintlich fällt, auf die ausgefallensten Fragen antworten zu erhalten, ebenso leicht ist es eben auch für jeden selbsternannten Experten, den Fragenden mit als absolut dargestellten Meinungen von Grund auf zu verunsichern.
Wie ich es auch auf der Seite der Englischen Rosen erwähne, scheint es zur Zeit in Mode zu sein, beispielsweise die Englischen Rosen in mehr oder minder abfälliger Weise klein zu reden. Aber nicht nur die Englischen Rosen gehören dazu, sondern auch unzählige anderen Rosensorten wird auf diese Weise schnell ein schlechter Ruf angehängt.
Darum lassen Sie sich nicht drausbringen, wenn Ihnen bei einer Anfrage zu einer Rosensorte, an die Sie Ihr Herz gehängt haben, in einem Internetforum im Nullkommanix unzählige, mit Bausch und Bogen Ihre Wahl auf Tiefste missbilligende Antworten kommen.
Sie haben sich in ein Bild, eine Blüte, einen Strauch eben dieser Rose verguckt, jetzt haben Sie sie besorgt und sie gepflanzt - also schauen Sie zu, dass Ihre Beziehung zu dieser Rose auch die Chance bekommt, zu wachsen und sich zu entwickeln - wie die Rose selbst.
Mit den Rosen ist es fast ein bisschen so wie in einer Ehe - da kann halt nicht jeder mit jedem.
(Zum Glück!)
Der eine tendiert zu wechselnden Lebensabschnittsgefährten - der andere eher zu "bis dass der Tod euch scheidet" (was bei genauer Betrachtung wiederum eine Extremposition einschließen könnte bis hin zum vorsätzlichen Gatten- äh... Rosenmord - ich lese eindeutig zu viele Krimis *lol*)
Jetzt kann es also sein, dass Sie sich eine angeblich überaus kapriziöse Diva eingehandelt haben - aber wie kapriziös diese Diva neben Ihnen selbst zur Geltung kommt, kommt ja immer erst mal darauf an, wie kapriziös Sie selbst denn sind...
Geben Sie zum Beispiel doch nur einmal das Stichwort “Gloire de Dijon” bei einer Suchanfrage in einem einschlägigen Gartenforum ein und lesen Sie, was da geschrieben wird - Sie würden auf der Stelle Abstand davon nehmen, diese Rose bei sich zu pflanzen, ich bin mir sicher!
Ich dagegen liebe meine Gloire de Dijon und empfinde sie als sehr ausgeglichen, dankbar, gesund und ihre Blüten als wunderschön, altmodisch-romantisch.
Allerdings hat der extreme Winter im vorletzten Jahr ihr massiv zugesetzt.
Wobei ich da auch meinen Anteil daran hatte, durch die entweder lauen oder wenigstens kurzen Winter zuvor war ich leichtsinnig geworden und hatte mit dem Winterschutz geschlampt.
Und den braucht die Gloire de Dijon unbedingt! Insbesondere, falls sie vor einer Südwand gepflanzt wird - nicht dass sie im Vorfrühling von der Sonne herausgelockt zu früh treibt und dann von einem Spätfrost hinterrücks erwischt wird.
Überhaupt sollte man bei einer Pflanzung vor einer Mauer grundsätzlich beachten, dass die Rose ausreichend gewässert wird - ich rate ja immer gerne zum Aufwand der Installation einer Bewässerungsanlage seitdem ich die Bequemlichkeit einer solchen genießen kann.
Und auch die Erde sollte in so einem Fall natürlich doppelt gut aufgearbeitet werden. Schließlich hat die Rose vor einer Mauer nur die Hälfte an Erdreich zur Verfügung wie eine freistehende - da sollte das wenige Material natürlich umso besser sein.
Wenn Sie sich in der Pflege an solche Grundregeln halten, die Rosen auch regelmäßig und gut im Sinne von nachhaltig und ausgewogen, also am Besten biologisch düngen, das Wässern und den Winterschutz nicht vernachlässigen, kann ich keinen zwingenden Scheidungsgrund zwischen Ihnen und Ihrer kapriziösen Diva erkennen... *lach*
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