<H1>Dekorationselemente</H1> Die Dekoration ist ein bestimmendes Gestaltungselement. Sorgfältig ausgewählte Dekorationsstücke bilden an ausgesuchten Plätzen mit den sie umgebenden Pflanzen eine harmonische Einheit. Original schwedisches Holzhaus Schlicht-dekorativer Staketenzaun Sichtschutzelemente mit Schattierungsgewebe Gartenlaube Apfelhäuschen Schwedenschuppen
SICHTSCHUTZ

 

Zu den größten Gartenschädlingen zählen die Zaungäste.

Martin Gerhard Reisenberg

 

Wenn ein Mann zurückweicht, weicht er zurück.
Eine Frau weicht nur zurück, um besser Anlauf nehmen zu können.

Zza Zza Gabor

GROSSPROJEKT 2003

TEIL 2: MY HOME IS MY CASTLE ODER DER BAU EINER SICHTSCHUTZWAND

“PRINSEBORG OG PRINSESSESLOT

In den letzten Jahren haben wir viele Dinge im Landhausgarten verändert. Nach und nach haben wir festgestellt, dass in manchen Bereichen der ursprüngliche Planungsansatz nicht so ganz unseren Erwartungen entsprach oder in anderen die Planung vom Grundsatz her  zwar ganz in Ordnung,  die Durchführung aber nicht wirklich ideal gewesen ist.

Bild links: Bauphase der Sichtschutzwand
Die Sockelmauer aus Pflastersteinen ist fertig aufgesetzt und mit einer Betonstützwand verstärkt.
Mit dem Aushub wurde der Wall hinter der Grenze bündig zur Mauerkrone aufgefüllt.

Ein Planungsansatz, der zu Beginn unserer Gartengestaltung noch sehr wichtig für uns war, hat sich über die Jahre leider als eine kontinuierlich zunehmende Belastung erwiesen: Ursprünglich wollten wir eine sehr offene Gartengestaltung, wollten uns nicht hinter meterhohen Hecken verschanzen, sondern wollten unseren Blick frei schweifen lassen können.

Bild rechts: Trotz der so üppigen Hochsommervegetation bildete der niedrigere Bewuchs ausgerechnet gegenüber dem Erker geradezu ein Schaufenster für die Passanten.
Wie viel prekärer die Situation im Frühling, Herbst und Winter war, kann sich jeder denken...

In den ersten ein, zwei Jahren hatten wir die natürliche Neugierde der Passanten als mehr oder minder amüsant empfunden.
Wir gingen fest davon aus, dass sich die Menschen mit der Zeit damit abfinden würden, was für eine seltsame Familie da für ein seltsames Haus mit einem seltsamen Garten gebaut hatte, und welch seltsame Sitten und Gebräuchen diese Familie anscheinend ausübte - unter anderem solch exotische Hobbies wie zum Beispiel -> Lesen!! Unglaublich!!!

Doch mit der Zeit wurde uns die anhaltende Neugierde und auch das Mitteilungsbedürfnis der Passanten - untereinander, niemals an uns gerichtet worauf man hätte reagieren können -  wirklich lästig.

Bild rechts: Ohne Sichtschutzelemente ist das Rasenzimmer voll im Blickwinkel der Passanten

Es ist nicht wirklich schön, auf der Terrasse ein sonntägliches Mittagessen im Kreise der Familie einzunehmen, während sich Passanten auf den Lattenzaun stützen und mit leicht gerunzelter Stirn jedes einzelne Detail von Haus und Garten in sich aufnehmen - bis hin zum Inhalt der Suppenschüssel, wie es einem mitunter vorkommt...

Bild links: Die ausklappbare Paravent-Wand aus Sichtschutzelementen war dringend nötig, um wenigstens eine Spur von Privatsphäre auf der Terrasse zu haben

Es ist auch nicht wirklich schön, mit einem guten skandinavischen Krimi in der einen und einem ebenso guten Glas italienischem Rotwein in der anderen gemütlich im Deckchair auf dem Rasen zu lümmeln, und statt der erhofften Entspannung dringen die durchweg negativ gefärbten Kommentare der Sonntagsspaziergänger dröhnend über den Gartenzaun...

Es ist noch viel weniger schön, selbst im tiefsten Winter am Esszimmertisch zu sitzen und sich wohlig vom prasselnden Kaminfeuer den Rücken wärmen zu lassen, während draußen, hinter dem Zaun, Eltern mit ihren Kindern stehen bleiben, mit dem Finger auf uns zeigen und ihren Sprößlingen irgend etwas über uns zu erzählen scheinen...

Bild rechts: Die Sockelmauer aus Pflastersteinen ist fertig aufgesetzt, die Pfostenträger sind in eine vollflächige Betonhinterfüllung eingegossen und der Wall ist bündig zur Mauerkrone aufgefüllt - jetzt kann es an die Montage der Pfosten gehen.
Welch ein Glück, dass ich so fleißige Helfer hatte!

Es ist einerseits ja irgendwie ganz nett, wenn die Leute glauben, in uns die Reinkarnation einer Familie aus Astrid Lindgrens Kinderbüchern gefunden zu haben, welche im und ums anheimelige Holzhaus haargenau so lebt, wie wir es von der bezaubernden Madita und ihrem Schwesterchen Klein-Pims im idyllischen Birkenlund oder dem sagenhafte Sextett Britta, Inga, Lisa, Ole, Lasse und Bosse in unser aller Kindertraum Bullerbü gelesen haben.

Wenn dann noch zwei blitzeblonde Jungens mit selbstgeschnitzen Ast-Gewehren im Anschlag die Lebhaftigkeit des sprichwörtlich gewordenen Michels aus Lönneberge so lebensecht nachvollziehen, dass selbst die eigene Mutter mitunter überlegt, den Schwedenschuppen zum legendären Tischlerschuppen umzufunktionieren...
...dann kann man die positive Begeisterung mancher Passanten schmunzelnd zur Kenntnis nehmen.

Bild links: Das erste der bespannten Rankelemente sitzt!

Sowas ist ja ganz nett. Aber andererseits - müssen diese Leute deswegen stehenbleiben und fast schon mit offen stehenden Mündern glotzen, als wären wir bezahlte Staffage eines Freilichtmuseums? Und das Woche für Woche? Tag für Tag?

Bilder rechts und unten: Vandalismus während der Bauphase...
...ständig wurden bei den kürzesten Arbeitspausen Steine umgetreten. Besonders fies, wenn es abends passierte, und bis zum Morgen der Stein dann schief im abgebundenen Mörtel saß...

Noch “besser” sind diejenigen, denen unser Lebensstil suspekt erscheint.
Es ist jedem unbenommen, eine andere Lebenseinstellung zu haben. Aber kann man nicht wenigstens so viel Höflichkeit aufbringen und sich seiner abfälligen Kommentare so lange enthalten, bis man außer Hörweite ist?

Gewiss gab es all die Jahre auch immer wieder sehr amüsante Momente, die uns im Gedächtnis geblieben sind - wenn wir zum Beispiel Ohrenzeuge werden durften, wie wir dem ortsfremden Besuch unserer tagtäglichen Passanten wahlweise als Dänen, Norweger oder Niederländer vorgestellt wurden, immer verbunden natürlich mit dem Hinweis, das “so welche” anscheinend nach wie vor den obskuren Sitten und Gebräuchen ihres Heimatlandes anhingen und völlig integrationsresistent gegenüber deutscher Zucht und Ordnung sich dem Anbringen von Stores an den Fenstern, dem Anlegen “pflegeleichter” Rasenflächen und vor allem dem Bau einer Garage für das wertvollste aller Familienmitglieder über Jahre hinweg verweigerten.

Bild rechts: Keine einladendene Flaniermeile mit indiskretem Einblick ins Landhausgarten-Familienleben mehr!

Oder richtig aufheiternde Situationen, wie die, als ich gerade am Fensterputzen war und dazu die Fenstersprossen von den Scheiben klipste. Da piepste irgendein ein kleines Kind mit hellem Stimmchen zur Mutter gewandt: “Mutti sag, warum macht die Frau ihr Haus kaputt???” *lächel*

Bild links: Statt dessen eine schrittbeschleunigende Schießbahn.
Nicht das, was wir wollten, aber die Rücksichtslosigkeit der Mehrheit der Passanten hat uns dazu gezwungen - schade.

Aber in der Mehrheit waren es eben doch immer nur abfällige Kommentare.
“Naja, ganz nett, die Akeleien. Aber die nehmen ja überhand.” -
“Das mag ja alles ganz schön sein mit den vielen Blüten, aber der Rasen gehört auch mal gemäht.” -
Dankbarer Dauerbrenner auch:
“Schön anzusehen ist so ein Holzhaus ja - aber jedes Jahr die Streicherei, das wäre mir zuviel.
Und außerdem - so ein Holzhaus ist sowieso nichts anderes als eine zusammengenagelte Baracke...” -
Oder auch immer gerne genommen:
“Fürchterlich! Schrecklich! Alles völlig durcheinander! Und dann überall Insekten!!!”

Wir haben wirklich versucht, die mitunter bodenlose Unverschämtheit der Passanten mit Humor zu nehmen.
Ausgehend von dem Mißverständnis über unsere Herkunft haben wir unser Erkerfenster mit zwei Danebrogs dekoriert, die wir aus dem Dänemarkurlaub mitgebracht haben. Neben den original schwedischen Dalarnapferdchen (made in China, aber wenigstens gekauft bei Ikea *lächel*), den Rentieren und den Elchen sah das schon sehr skandinavisch aus!

Wenn schon Schublade, dann richtig, war unsere Devise.

Bild links: Der letzte freie Einblick

Doch irgendwann war es dann einfach zu viel. Unsere Privatsphäre schrumpfte, denn anstatt sich an uns zu gewöhnen, wurden die Leute immer aufdringlicher.
Im Ernst, es gab Menschen, die nichts besseres zu tun hatten, als Tag für Tag mehrmals an unserem Haus vorbeizugehen und unseren Garten dabei jedes einzelne Mal intensiv zu mustern - geradezu uns auszuspähen! Wir wussten zuvor gar nicht, dass wir ein solch spannendes Familienleben führen!

Bilder rechts und unten: Blick durch das Gewebe

Und - Nein! Unser Garten ist keine riesengroße holografische Projektionsfläche auf der eine Daily Documentary Soap eines Privatsenders testweise ausgestrahlt wird!
Und - Nein! Wenn wir je das Bedürfnis hätten, in einem solchen neu konzipierten Reality-Format mitzuspielen , wir hätten wir uns schon längst selbst bei RTL und Konsorten gemeldet.
Und - Nein! Wir können uns einfach nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, deren Leben so langweilig und ereignislos ist, dass sie das Bedürfnis haben, ersatzweise oder in Ergänzung ihres Fernsehkonsums, auch noch tagtäglich an unserem Familienleben teilzuhaben.
Zunächst mag es ja noch schmeichelhaft sein, wenn einem die ungeteilte Aufmerksamkeit von so vielen Mitmenschen zuteil wird, doch mit der Zeit wurde das wirklich lästig.

Darum hatte ich zunächst versucht, eine “kleine” Lösung zu finden, die dem ursprünglichen, offenen Gartencharakter so nahe wie möglich kam. Mir schwebte ein duftiges, leichtes Spalier vor, welches, über dem Staketenzaun schwebend, nach und nach von romantischen Rosen überwuchert würde.

Bild rechts und unten: Harmonisch ruhiger Hintergrund für entspannende Gartenstunden!

Dazu hatte ich dicke Löcher in die Stirnflächen der Pfosten des Staketenzauns gebohrt und mit ordentlich viel Klebstoff passend abgelängte Stil-Gardinenstangen aus Metall darin eingepasst. Diese eisernen, schwarz lackierten Gardinenstangen hatte ich im Abstand von 15 cm waagerecht durchbohrt und ein dünnes Stahlseil durch die Löcher gefädelt, so dass ein straff gespanntes Seilspalier entstand. Die oberen Abschlüsse der Gardinenstangen hatte ich dann mit hübschen, golden glänzenden Gardinenstangen-Endstücken in Spiral- und Pfeilform geschmückt und hinter dem Zaun zwei Kletterrosen (Mme Alfred Carrière und Alister Stella Gray) gepflanzt.

Die beiden Rosen hatte ich nach ihrer überbordenden Wuchskraft ausgesucht  und sie sollten das Spalier nach und nach zu einer undurchdringlichen, märchenhaften Heckenwand à la Dornröschen verwandeln.

Es sah nun ja alles wirklich sehr hübsch aus - nur leider wuchsen die Rosen mehr himmelwärts denn in die Breite und so gab es just im Bereich vor unserem Esszimmererker eine große Lücke in der als undurchdringlich geplanten,  romantischen Dornröschenhecke.

Gleichzeitig konnten wir auf der Nordseite beobachten, wie die Ligusterhecke des Nachbarn (das einzig überlebende Gewächs in seinem Garten bis auf den unvermeidlichen Thuja-Sichtschutz vor der Terrasse und dem kurz geschorenen Rasen) einen wahren Wachstumsschub zu tage legte, seitdem sie sich im Schatten der mit einem englischgrünen Schattierungsgewebe bespannten Rankelemente-Wand befand, mit der wir unseren sensiblen Eingangsbereich den forschenden Blicken des Nachbarn entzogen haben.

Und genau solch eine grün bespannte Rankelement-Wand haben wir nun entlang der südlichen und westlichen Grundstücksgrenze vorufgestellt, welche beide direkt an die viel benutzten öffentlichen Wege grenzen. Die in beruhigendem Englischgrün gehaltene Rankwand blendet ganz hervorragend sämtliche störenden äußeren Einflüsse aus, wie zum Beispiel jene “Herde” neugieriger, um einen Tag verfrühten 1.-Mai-Wanderer, die vorbei trieben, als während ich im Frühling, auf der sonnigen Terrasse sitzend, am letzten Update geschrieben habe.

Außerdem bieten die bespannten Rankelemente unserem Garten Schutz vor der stechenden Süd-Sonne und den oft heftigen Winden aus West und  schaffen in Verbindung mit dem Pavillon in der Grundstücksecke einen herrlich intimen Charakter.

Bild links: Die alten, recycelten Staketenzaun- Elemente schützen das Gewebe vor dem allgegenwärtigen Vandalismus

Angesichts des wirklich nicht einladenden Eindrucks, den der Fußweg jetzt durch unser Konstrukt bekommen hat, galoppieren die Leute nun förmlich vorbei, um just am Ende des Sichtschutzes, hinter den Birken der Kindervilla, zu verharren und dann umso mehr zu glotzen.

Eine Erweiterung des Sichtschutzes entlang der Ostgrenze ist darum angedacht.

Was für ein Glück, dass die lästigen Neugierigen nicht sehen können, wie herrlich gepflegt und einladend dieser Sichtschutz mit der harschen Außenwirkung nach innen wirkt.
“Prinseborg og Prinsesseslot” habe ich ihn einerseits in Gedenken an unsere wundervollen Dänemarkurlaube genannt, und auch deshalb, weil er nach außen so wehrhaft abweisen aussieht wie die Burg eines Prinzen, uns nach innen einen so wunderschönen Anblick bietet, wie ihn selbst eine Prinzessin in ihrem Schloss nicht schöner haben könnte.
Die beiden Kletterrosen Mme. Alfred Carriere und Alister Stella Gray haben sich von der hochherrschaftlichen Atmosphäre sofort dazu animieren lassen, diese Prinzessinnenschloß auch noch dornröschenmäßig zu dekorieren. Sie wachsen endlich wunderbar in die Breite. Ich freue mich schon auf den Blütenflor im Sommer!

Überhaupt kommen die Pflanzen vor dieser ruhigen, grünen Wand nun viel besser zur Geltung. Vor allem seitdem ich das Spalier, das nur noch vor sich hinkümmerte, kurzerhand abgesägt habe. Der Garten ist nun ein echter Traumgarten.

Wenngleich der Weg dorthin nicht einfach war. Die Mauer entlang der westlichen Grundstücksgrenze war noch erheblich verzwickter als die südliche Mauer, weil dort das Gelände erheblich abfällt. Aber wenn man wochenends zu zweit, Hand in Hand schafft, dann geht selbst so etwas relativ leicht von der Hand.

Nur doppelt ärgerlich: Obwohl wir die frisch gesetzte Mauer fast komplett mit Schaltafeln und Brettern abgedeckt haben (die schlechte Erfahrung hatte uns vorsichtig werden lassen) wurde just der einzige Stein, der noch hervorlugte, mit einem gezielten Tritt (?) um gut einen halben Zentimeter nach hinten verschoben. Gemerkt haben wir das natürlich erst am Sonntagmorgen, als der Mörteln natürlich schon längst abgebunden hatte.
Jetzt haben wir also neben der unschönen Delle in der südlichen Mauer auch noch diesen verrutschten Stein in der westlichen als “Andenken” an die neiderfüllten Passanten bekommen. Nun ja, mittlerweile habe ich mich darin geübt, darüber hinwegzusehen.

Aber blöd ist es dennoch. Erst regen die Leute sich darüber auf, dass der Garten so unordentlich sei, dass die Pflanzen über und unter dem Zaun auf den öffentlichen Weg hinauskriegen und -ragen, dass das Haus nicht in die Gegend passe und der Stil des Gartens nicht ihrem Geschmack entspräche - und kaum gehst du her, mauerst eine “ordentliche” Mauer, setzt einen undurchdringlichen Zaun darauf und entziehst also all diese Steine des Anstoßes ihrem Anblick: Dann mokieren sie sich nicht mehr darüber, nein, dann torpedieren sie deine Arbeit. Frustrierend.

Ich käme nie auf die Idee, jemandem seine Arbeit kaputtzumachen. Wie oft stehe ich vor wunderschönen Häusern und Gärten, vor allem natürlich in Dänemark, und laufe gras- bis tannengrün an vor Neid. Seufze tief und stammele “oh, wie wunderschön, wie wunder-wunderschön” und könnte fast heulen, weil ich es nicht so schön habe.

Aber dann packt mich der Ehrgeiz und ich fange an zu überlegen, wie ich aus dem winzigen Fitzelchen Garten, das wir haben und mit unseren beschränkten Mitteln die Einheit von Haus und Garten weiter aufwerten könnte.

So wie die Gärten, die ich bewundere, können wir eben nicht gestalten, da fehlt es einfach am Platz um mit großzügiger Weite wirken zu lassen.

Wenn alles so eng aufeinander sitzt wie bei uns, ist es eben um so wichtiger, alles perfekt aufeinander abzustimmen. Und, wie ich nun gelernt habe, auch für die nötige Privatheit zu sorgen.

Dass ich das jetzt so schön hinbekommen habe, erfüllt mich wirklich mit Stolz. Jetzt müssen nur noch ein paar Feinheiten gemacht werden, und dann ist der Garten das Nonplusultra, was wir daraus machen können.

Und dann heißt es: Zurücklehnen  und genießen!

 

 

 

 

 

Mittlerweile haben wir den Sichtschutz weiter “aufgerüstet”.

Insbesondere die Madame Alfred Carrière ist eine Rose von unbändiger Wuchskraft und die 1,80 m hohen Rankelemente boten ihr schlicht nicht genügend Raum, um sich entsprechend auszubreiten.

Darum habe ich die alten Stil-Gardinenstangen-Abschnitte einfach halbiert und mit neu hinzugekauften Abschlußelementen in Form von Spiralen, Lanzen und Blütenranken vervollständigt.

Die goldfarbene Lackierung der Gardinenstangen-Endstücke hatte sich als nicht wetter- und lichtbeständig erwiesen, so dass ich die alten und neuen Elemente nun mit entsprechend ausgewiesenem Terrakotta-Effekt-Sprühlack und einer schützenden Schicht Klarlack versehen habe.

Als Rankhilfe dienen drei Ebenen grünes Polyamid-Seil, das vor dem Hintergrund des Waldes und der Straßenbäume nahezu verschwindet.

Die überbordenden Triebe der Madame Alfred Carrière und der Alister Stella Gray habe ich bogenförmig an den Rankelementen und an dieser Seilkonstruktion befestigt, so dass unsere Sichtschutzwand nun von außen betrachtet von einem Blütensaum gekrönt ist.

Gerade als ich dabei war, auch im unteren Bereich des Sichtschutzes Rosentriebe aufzubinden, um Platz zu schaffen für die Pflanzung von Stauden im Bereich der Rabatte, wurde ich Zeugin eines Gesprächs zwischen Mutter und Sohn aus der Nachbarschaft.

Sohn: “Schau mal Mama, wie schön das jetzt aussieht mit den Rosen.”

Mutter: nichts

Sohn: “Find’st du das auch so schön, Mama?”

Mutter: eisiges Schweigen

Sohn: “Mamaaa!!! Hörst du nicht? Ich hab’ gesagt das ist jetzt so wunderschön mit den Rosen!”

Mutter: beschleunigt den Schritt und verfällt in Trab

Ich musste wirklich sehr schmunzeln über dieses Gespräch - das eigentlich gar keines war.

Denn ich kenne ja den Garten dieser Familie. Der ist halt, wie man es nennt, “pflegeleicht” mit viel Rasen ausgestattet (den man wöchentlich mähen und sommers - was bei uns eigentlich ab April bis Oktober heißt - täglich bewässern muss) und mit der obligatorischen Thuja/Liguster/Kirschlorbeer-Einheckung rings herum. Ein paar blühende Sommerblumen werden in Töpfen auf der Terrasse gedultet, eine Sandkiste neben der Garageneinfahrt weist schüchtern auf das Vorhandensein von Kindern hin - das war’s im Großen und Ganzen.

Nicht gerade das, was wir uns unter einem gut gestalteten Enstpannungsgarten vorstellen.
Gewiss sehr ordentlich und gepflegt, das gerade Gegenteil unseres “Wildwuchses” - und unter Garantie mehrfach so aufwändig in der Pflege wie unser Blütenparadies.

Ich fand die ehrliche Begeisterung und Freude des Jungen über unsere wilden, üppigen, ungezähmten Rosen nur  - niedlich.

Ein kleiner Romantiker, der da nachwächst - wie eine duftende Blume mitten in öder Wüste. Wie süß - und wie hoffnungsvoll!

 

 

 

 

 

*LANDHAUS* *IDEE* *DEKORATION* *TIPPS* *ANLEITUNG* *PFLANZPLAN* *PFLANZLISTE* *STOCKROSEN* *MEINE ROSEN* *ROSENKLASSIFIZIERUNG* *ENGLISCHE ROSEN* *ÖFTERBLÜHENDE ROSEN* *WEIHRAUCH-ROSEN* *KLETTERROSEN* *NEUE ROSEN 2005* *NEUE ROSEN 2006* *NEUE ROSEN 2008* *ROSENWÜNSCHE* *ROSENPFLEGE* *ROSENDÜNGER* *PROJEKTE* *APFELHÄUSCHEN* *VORGARTEN* *EINFAHRT* *SCHUPPEN* *KINDERVILLA* *SOMMERHAUS* *SICHTSCHUTZ* *TRAMPOLIN* *NEUE FARBE* *KATZENGARTEN* *GARTENRÄUME* *VORGARTEN* *RASENZIMMER* *KREUZGARTEN* *KINDERVILLA* *KÜCHENGARTEN* *TERRASSE UND WASSER* *LEBEN IM GARTEN* *KINDER IM GARTEN* *TIERE IM GARTEN* *BILDER* *FRÜHLING* *SOMMER* *HERBST* *WINTER* *WEIHNACHTEN* *HOBBYCLUB* *INFO & LINKS* *PRIVATGÄRTEN* *LESERBRIEFE* *REGISTER* *AQUARIUM*