<H1>Dekorationselemente</H1> Die Dekoration ist ein bestimmendes Gestaltungselement. Sorgfältig ausgewählte Dekorationsstücke bilden an ausgesuchten Plätzen mit den sie umgebenden Pflanzen eine harmonische Einheit. Original schwedisches Holzhaus Schlicht-dekorativer Staketenzaun Sichtschutzelemente mit Schattierungsgewebe Gartenlaube Apfelhäuschen Schwedenschuppen
SOMMERHAUS

 

Die Anzahl unserer Neider bestätigen unsere Fähigkeiten.

Oscar Wilde

GROSSPROJEKT 2003

TEIL 1: EN HYGGELIG SOMMERHUSET ODER DER BAU EINES PAVILLONS

geplanter Pavillongeplante Sichtschutzelementegeplante Sichtschutzelementeneuer Standort Apfelbaum Goldparmäne neuer Standort "William Morris"neuer Standort "Geoff Hamilton"neuer Standort "Apfelhäuschen"

Beim dem Pavillon, den wir uns ausgesucht haben, handelt es sich um einen Bausatz der Firma Lugarde.

Unser Wunschmodell Prima Sebia ist oval, hat die Abmessungen von 3,00 * 3,50 Metern und wird diagonal in die Grundstücksecke eingepasst..

Das ist ein Bild des Pavillons Prima Sebia. Jetzt muss man ihn sich nur noch in gelb, mit grünen Fenster- und Türumrandungen und weißen Fensterrahmen und Türen vorstellen...

 

Hier noch zwei weitere Varianten des Pavillons Prima Sebia in der Außenansicht.

Diese Bilder zeigen die beispielhafte Inneneinrichtung eines Prima Sebia Pavillons.
Weiß lasierte Wände und ein geölter Fußboden schweben auch uns vor - dazu noch ein Sofa, eine Bank oder zwei Sessel, Bücherregale, natürlich schöne Bilder und ein elektrischer oder mit Gel-Paste betriebener Kamin...

Auf diesen Fotos kann man die Innengestaltung anderer Pavillon-Modelle von Lugarde betrachten.
Von links nach rechts: Die nach außen öffnenden Flügelfenster mit echten Sprossen - auch im Prima Sebia...
Dekorative Innenarchitektur mit Korbmöbeln... Ein Blick hoch zur Deckenkuppel - so ein Kronleuchter ist ein absolutes Muss...

Noch ein Beispiel für das helle, freundliche Innere eines Lugarde Gartenhauses - mit honigfarbenem Fußboden und weißen Wänden...

Dieses Bild veranschaulicht den einfachen Aufbau der vorgefertigten Elemente - ganz ohne Schrauben!

 

Inspiriert durch die schönen Innenansichten, die wir im Internet sowie im absolut sehenswerten Druckkatalog von Lugarde gefunden haben, haben wir schon lange vor dem ersten Spatenstich begonnen, unseren Pavillon virtuell einzurichten.

halbrunder Konsoltisch, weiß lasiert, HOTIWHRE

ovaler Esstisch, bestehend aus zwei Konsoltischen und Verbindungsplatte, weiß lasiert, HOTIWHREM

Klappstuhl ARVINN

Zwei dieser Konsoltische nehmen unbenutzt an die Wand geschoben nicht viel Raum ein - mitsamt einer Einhängeplatte werden sie im Handumdrehen zu einem geräumigen Esstisch für bis zu sechs Personen

Da wir schon zwei dieser formschönen Klappstühle besitzen, bietet es sich an, sie mit weiteren zwei zu ergänzen

Das Regal links entspricht sehr dem skandinavischen Stil, der uns vorschwebt. Zwei davon sollen den optischen Rahmen bilden für den elektrischen Heizkamin rechts.

Ein unglaubliches Schnäppchen, den ich dank hartnäckigem Feilschen vom ursprünglichen Mondpreis heruntergehandelt habe.

Bank einer dänischen Desingerin - leider nicht mehr im Sortiment

Was bietet sich als Sitzplatz für zwei an?

Die Bank links ist wunderschön - sieht aber nicht sonderlich komfortabel aus.

Geflechtstühle wie dieser rechts sind uns bei den Beispielen im Lugarde Katalog aufgefallen.

Gartensessel CHICAGO aus Kunstfaser, Teak Armlehne, Naturfarben

Das, was in Deutschland an ähnlichem angeboten wird, begeistert uns dagegen nicht allzusehr...

siehe rechts

Kronleuchter GRIMSAS

Es werde Licht!

Wandleuchte TONAL

Zur Schonung unseres “guten” Tafelservice haben wir uns dieses preisgünstige und total romantische aus Keramik nur für den Gebrauch im Pavillon gegönnt.

Besteckset SVIT

...und ein passendes Besteck mit einem Kasten gleich dazu...

...und weil jeder, aber auch jeder als allererstes gefragt hat, ob der Pavillon als “Gästehaus” eine Übernachtungsmöglichkeit bieten wird - werden diese Strandmatten, die laut Hersteller auch “als Gästebett geeignet” sind, im Pavillon eingelagert!

Just am Ersten April haben wir, ganz ohne Gedanken an einen Aprilscherz, mit den ersten Vorarbeiten begonnen:

Zunächst musste der Apfelbaum großräumig ausgegraben werden.

Er hat seinen neuen Standort südlich des Rosenbogens zwischen dem Rasenzimmer und der Terrasse erhalten. Wie es scheint, hat er den Umzug bisher ganz gut überstanden. Allerdings haben wir seine Krone auch sehr großzügig zurückgeschnitten, damit der reduzierte Wurzelballen nicht mit der Ernährung und Versorgung des frisch verpflanzten Baums überfordert ist. Außerdem bekommt er bei trockener Witterung täglich seine zwei Kannen Wasser zur Unterstützung des Anwachsens.

Danach waren die beiden Rosen Geoff Hamilton und William Morris an der Reihe, weil der Bereich des Walls in dem sie sich befanden, dem Pavillon weichen muss. Auch sie haben wir überirdisch stark zurückgeschnitten und möglichst schonend ausgegraben und in neue, tief ausgehobene Pflanzgruben etwa um einen Meter versestzt wieder eingesetzt. Bei der Neupflanzung sind wir entsprechend der Anleitungen zum Pflanzen der Rosen vorgegangen.. Auch die Rosen werden bei Trockenheit durchdringend gewässert, schließlich möchte ich diese beiden dankbaren Dauerblüher keinesfalls im Anwachsen gefährden!

 

Anschließend haben wir das gute Wetter am darauf folgenden Wochenende genutzt, um die Gartenlaube Apfelhäuschen abzuschlagen und in Einzelteilen hinter dem Haus zu lagern. Sie soll später, im Laufe des Sommers, an ihrem neuen Platz in der Ecke zwischen der Garage des Nachbarn und unserem Gartentor wieder aufgebaut werden. Wir sind noch am Überlegen, ob wir die Holzteile aus kesseldruckimprägniertem Holz im Zuge dessen nicht passend zur Farbgestaltung von Haus, Schuppen, Kindervilla und geplantem Pavillon ebenfalls in gelb-grün streichen. Die Witterung hat das Holz ausgelaugt und es zu streichen wäre eine Möglichkeit, das Holz dauerhaft zu schützen. Oder alternativ, es regelmäßig mit Holzöl einzulassen, ebenso wie die Terrassenbeläge und die Gartenmöbel.

Nach gewissenhaftem Ausmessen haben wir dann peu à peu mit den Erdarbeiten begonnen und im Bereich des geplanten Standorts des Pavillons eine ausreichend große, plane Fläche geschaffen, die sich gut 20 cm unterhalb des umliegenden Niveaus befindet.

Den Aushub haben wir seitlich gelagert. Denn entlang der Grundstücksgrenzen zu den öffentlichen Wegen werden wir eine etwa 35 cm hohe Mauer aufziehen, auf deren Krone wir dann die Sichtschutzelemente montieren wollen. Hinter der Mauer werden wir die Wälle mit den gelagerten Aushub egalisieren, damit wir plane, einfach zu pflegende Beete vor den Rankelementen erhalten.

Mittlerweile wurde der Schotter für den Untergrund der Bodenplatte bereits geliefert und egalisiert.

Und wieder schlägt die Neugierde zu. Unglaublich, welche Aufmerksamkeit unsere Bautätigkeiten jedes Mal aufs neue erregen.

Unglaublich jedoch auch, dass man nicht einmal über das Wochenende ein Zaunfeld demontiert lassen kann, sofort kommen Passanten und laufen lautstark disputierend auf die Schotterfläche und zerstören, indem sie neugierig um sich blickend hin und her laufen, mit ihren Füßen die Markierungslinien für die Schalung, die wir wenige Stunden zuvor auf die Schotteroberfläche aufgesprüht hatten.

Absolut unübertrefflich jedoch, dass diese Menschen dann auch noch beleidigt sind, wenn man sie darauf anspricht, dass sie gerade die Arbeit von einigen Stunden zerstört haben. Und noch erheblich beleidigter reagieren, wenn man ihnen auf Nachfrage ganz treudoof und freundlich erklärt, was denn so alles geplant ist an Veränderungen:
“Aber dann sehen wir ja gar nichts mehr vom Garten!
Sie müssen einfach ein dickeres Fell entwickeln, und darüber hinwegsehen, wenn die Leute so genau schauen.
Und außerdem, die schauen doch alle nur, weil sie neidisch sind, also besteht überhaupt kein Grund, sich darüber aufzuregen!”

Ich habe die Leute mal spaßeshalber gefragt, wie sie denn selbst wohnen.
Wenn sie, wie angegeben, im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses eine Wohnung zu bewohnen, wird ersichtlich, dass sie sich überhaupt nicht vorstellen können, wie es ist, wenn einem Hinz und Kunz in die Privatspäre hineinfunkt.

Egal, ich zähle die Wochen, bis ich dieses Elend nicht mehr ertragen muss.

Der Pavillon wurde nun mit allen gewünschten Extras bestellt (bei Palmen-Heinsberg) und in den sechs Wochen bis zur Lieferung bereiten wir zunächst die Schalung für die Betonbodenplatte vor. Das Material haben wir schon besorgt, doch leider hat das über uns hinwegziehende Sturmtief an diesem Wochenende uns davon abgehalten, die Schalung zu konstruieren.

Dies wird sicher eine der kniffeligsten Aufgaben sein, die wir in Haus und Garten zu bewältigen haben. Schließlich müssen die Maße der Bodenplatte ganz exakt den vorgegebenen Abmessungen entsprechen. Und die Oberfläche muss absolut planeben abgezogen werden, weil sonst die Bohlen der Holzwände des Pavillons drohen, sich zu verziehen, so dass Fenster und Türen irgendwann klemmen könnten.

Das wollen wir natürlich auf keinen Fall riskieren. Also ist Bedacht und Umsicht beim Bau der Schalung angesagt.

Einfacher wird dafür das Füllen mit Transportbeton werden, denn der Betonmischer kann, ganz vorsichtig natürlich, rückwärts den Fußweg hochfahren, bis seine Auslassrutsche unmittelbar über die Fläche der Bodenplatte reicht. Dann kann der Beton direkt in die Schalung fließen und wir müssen ihn nur mit Schaufel und Rechen gleichmäßig verteilen - und nicht noch völlig gehetzt Schaufel um Schaufel die Schubkarre beladen und den unaufhaltsam abbindenden Beton im Laufschritt rund um das Haus zur Baustelle transportieren - wie wir das schon einmal beim Betonieren der Stützwand auf der Nordseite und der Bodenplatte des Schwedenschuppens mitgemacht haben.

Mal sehen, wie das werden wird!

Zwei Wochen später - Der Bau der Schalung erwies sich als ebenso tricky, wie wir befürchtet hatten. Beim Baumarkt hatten wir eine große und drei kleine OSB-Platten, acht sägerauhe Rahmen, etliche Schrauben und vier Spanngurte besorgt. Zuerst haben wir die Rahmen in jeweils vier etwa 50 cm lange Stücke gesägt und jeweils zwei der Abschnitte möglichst exakt im Winkel von 135 Grad zueinander verschraubt. Das haben wir mit allen Abschnitten gemacht, bis wir für jede der acht Ecken des Pavillons zwei solche Winkellehren gefertigt hatten.

Anschließend haben wir die OSB-Platten der Länge nach halbiert und danach auf die Länge der Seitenwände des Pavillons abzüglich einem Zentimeter abgesägt. Diesen Sägeschnitt haben wir mit der 45 Grad Gehrungseinstellung der Säge vorgenommen, damit die Ecken sauber ineinanderpassen und kein Beton durch die Ritzen davonläuft.

Im Abstand von etwa 5 cm vom oberen Rand haben wir dann die obere Winkellehre an jede der OSB-Platten geschraubt, und mit weiteren 5 cm Abstand dazu die zweite.

Da die Bodenplatte entlang der südlichen Grundstücksgrenze direkt an die Randsteine des öffentlichen Wegs grenzt und um wenig mehr als 1o cm über die Kante des Randsteins überstehen sollte, haben wir in diesem Bereich für die beiden Ecken nur jeweils eine Winkellehre vorgesehen.

Außerdem musste hier sowie an der westlichen Grundstücksgrenze die untere Kante der OSB-Platten genau an die Tiefe des Betonsockels der Randsteine angepasst werden und die Form der angrenzenden Schalungsteile an den Ecken angeschrägt werden.

Anschließend haben wir auf der kleinen Kreuzung der öffentlichen Wege, direkt neben dem vorgesehenen Platz des Pavillons, die einzelnen Schalungsteile aneinandergefügt. Damit sich eine plane Oberkante zum einfachen Abziehen des Betons ergibt, haben wir die Schalung kurzerhand auf dem Kopf stehend auf der relativ planen Oberfläche des Wegs zusammengeschraubt, indem die freien Schenkel der Winkellehren an die jeweils angrenzenden Schalungsteile geschraubt wurden.

Dabei zeigte sich, dass an einigen Ecken noch Lücken klafften, die durch erneutes Los- und wieder Hinschrauben passend gemacht wurden.
Dann drehten wir mit vereinten Kräften und doch ganz, ganz vorsichtig, das riesige,  fast 3,oo*3,50 m messende Schalungsteil richtig herum und wuchteten es an seinen vorgesehenen Platz auf die planierte Schotterfläche.

Mit Schaufel, Harke und den bloßen Händen wurde der Schotter entlang der Schaltafeln rinnenförmig so herausgeschafft, dass die achteckige Schalung vollständig waagerecht, “im Wasser” eben, zu stehen kam.
Dann wurde die Schalung mit jeweils zwei aneinandergekoppelten, extralangen Zurrgurten am oberen Rand und in der Mitte zwischen den beiden Schalungslehren gegen den Druck des Betons gesichert.

Hier sieht man schon die ausgeschalte Bodenplatte mit den testweise aufgestellten Deckchairs.

An einem Freitag Ende Mai, als der Himmel zur Feier des Tages sämtliche Schleusen geöffnet hatte, haben wir die Bodenplatte betoniert.
Der Betonmischer stand ungefähr auf der Position hier vor der Kamera auf dem Weg und ließ den feinen B10 direkt in die sorgfältig eingeölte Schalung hineinfließen, wo wir ihn mit Schaufeln und Rechen verteilten.

Im stömenden Regen glätteten wir den überraschend exakt abgemessenen Beton und bedeckten ihn zum Schutz mit einer großen Plane.
Leider drückten sich die Falten der Plane in Verbindung mit den sich darauf bildenden Regenpfützen in den noch weichen Beton ein.
Aber kein Problem, mit einer Packung Fließspachtel waren die Unebenheiten rasch ausgeglichen.

Auf diesem Bild bekommt man einen ersten Eindruck, wie der Pavillon auf der Rasenfläche zu stehen kommt.

Hier sieht man eine der sauber ausgeformten, winkelgerechten Ecken der Bodenplatte nach dem Ausschalen.

Auch dieses Bild vermittelt einen Eindruck davon, wie der Pavillon von der Terrasse aus gesehen platziert sein wird.

Entlang der südlichen Grundstücksgrenze hält die Oberkante der Bodenplatte 13 cm Abstand zu den Randsteinen des Wegs.
Dadurch kommen die aufliegenden Lagerhölzer des Pavillons aus der Reichweite von hochspritzendem Regenwasser und von sich an dieser Stelle oft sammelndem Wasser, das den Weg bei strömendem Regen in einer Art Sturzbach hinab läuft.

Entlang der westlichen Grundstücksgrenze hält die Oberfläche der Bodenplatte bedingt durch das Gefälle einen Abstand von 25 bis35 cm zu den Randsteinen des Wegs ein.

Die dem Rasen zugewandte lange Seite der Bodenplatte hat im Mittel einen Abstand von 27 cm von der Oberfläche zum Rasen.
Mit einem Podest aus kesseldruckimprägniertem Holz werden wir den Höhenunterschied zu der dort geplanten Tür überwinden.

Für Freitag, den 30. Juni wurde uns die Lieferung des Pavillons avisiert.
Zunächst hieß es, “im Laufe des Nachmittags”, doch wir warteten und warteten Stunde um Stunde auf den Lastwagen.
Aufgrund des Ferienbeginns in anderen Bundesländern und im angrenzenden Ausland steckte der arme Fahrer stundenlang im Stau fest.
So wurde leider nichts aus einem Baubeginn am selben Tag - wir waren froh, als wir gemeinsam mit dem netten und hilfsbereiten Fahrer von Palmen-Heinsberg den Pavillon gegen halb neun fertig ausgeladen und auf Paletten in der Einfahrt gelagert hatten.
Der müde und verschwitzte Fahrer wollte danach nur noch zum nächsten Rastplatz, um Feierabend zu machen - wir dagegen gingen ganz heiß auf’s Aufbauen am nächsten Tag erst viel später zu Bett.

Nach dem ersten Frusterlebnis - obwohl wir das Fundament doch extra einen Zentimeter kleiner gemacht hatten, stand es nun doch an allen Seiten ein paar Millimeter über die Lagerbalken hinaus - starteten wir mit dem Aufbau.
Eine kleine Unklarheit bezüglich des “oben” und “unten” bei den Eckverbindern konnte durch einen Anruf bei Frau Palmen schnell aus der Welt geschafft werden.

Wie im “Logbuch” der Firma Lugarde empfohlen, haben wir die einzelnen Bauteile des Pavillons unmittelbar vor dem Einbau Stück für Stück mit einer dünnflüssigen, farblosen Holzimprägnierung (Eigenmarke der Firma Hornbach) gestrichen.
Dies ist besonders wichtig, damit alle Winkel und Ecken, die später im zusammengebauten Zustand nicht mehr zu erreichen sind, gut gegen die Einflüsse der Witterung geschützt sind.

Da die ganze Familie fleißig bei den Streicharbeiten und beim Aufbau mitgeholfen hat, ging das Aufstellen der Seitenwände und das Einpassen der Fenster und Türen auch viel schneller als erwartet von der Hand.

Allerdings entwickelte sich zwischenzeitlich, in der Gluthitze des Nachmittags, das Streichen der Bauelemente in der relativen Kühle des Schattens der Zwetschge zur favorisierten Tätigkeit...

Zum weiteren Aufbau des Pavillons und insbesondere dem Aufsetzen der Dachelemente auf die Wände - möchte ich nur anmerken, dass es sich empfiehlt, mindestens zu dritt, besser jedoch zu viert zu arbeiten.

Außerdem sollte man vor dem Einfügen des letzten Dachfelds die beiden angrenzenden von außen mit Latten gegen das Abrutschen sichern.

Mein armer Mann musste sich vor einem herunterrutschenden Dachelement mit einem beherzten Sprung in Sicherheit bringen und “küsste” dabei unwillentlich einen meiner Rosenobelisken...

...naja, die Nachbarn durften ihren Schimpfwortschatz erweitern...

Besonders spannend war auch das Antackern der Dachschindeln entlang der Nähte zwischen den Dachelementen und schließlich auch das Aufsetzen der Dachpyramide mit den messingfarbenen Kugeln.

Glücklicherweise bin ich eher ein Leichtgewicht und dank des ermutigenden Zuspruchs meines Mannes konnte ich die wachsweichen Knie so weit versteifen, dass ich mich Schindelreihe um Schindelreihe vorarbeitete.

Grrr... was bin ich froh, dass das geschafft ist!

In den nächsten Tagen nach dem Aufbau arbeiteten wir dann nochmals alle Außenflächen des Pavillons mit der Imprägnierung nach.

Auch im Rohbauzustand lud der Pavillon schon zum Aufenthalt ein.

Nachdem wir auch den Innenraum des Pavillons mit der Imprägnierung behandelt hatten - für das Dach empfiehlt es sich, dies vor dem Aufbau noch am Boden zu streichen - begannen wir mit der farbigen Akzentuierung.

Hier sieht man die weißen Fensterflügel und inneren Fensterrahmen recht gut vor dem noch ungestrichenen Holz.

Zwischendurch durften dann auch unsere altgedienten Hühner einziehen.

Und wir fanden den perfekten Namen für den Pavillon:

Sommerhaus

Fenster und Türen wurden in weiß mit grünen Absetzungen gestrichen, die Fenster- und Türrahmen in grün und der Rest im bewährten Sonnengelb.

Die Fugen zwischen Lagerhölzern und Betonplatte wurden auf Innen- und Außenseite mit Bauacryl verschlossen, eine Sperrfolie ausgebreitet, auf der die Lagerhölzer zum Liegen kamen.

In die Zwischenräume der Boden-Lagerhölzer haben wir 4 cm Styropor als Dämmschicht gelegt und darauf die Dielen des Holzfußbodens verlegt.

Sehr großzügiger Gesamteindruck.

Das Sommerhaus scheint von außen nicht so groß, wie sein geräumiger Innenraum es vermuten lässt.

Diese Einstellung täuscht einen großzügigen Garten vor...

Blick vom Balkon - dank leichtem Tele an der neuen Kamera ist die Inneneinrichtung zu erahnen.

...fast wie im Süden, mit dem Wein im Vordergrund...

 

Unsere Tochter stellte fest, das Sommerhaus würde Dänemark (die Inneneinrichtung und -gestaltung), Schweden (der Blick aufs original schwedische Holzhaus) und Italien (die weinberankte Terrasse) in sich vereinen.

Dem ist nur noch hinzuzufügen, dass unser poetisch veranlagter Sprößling auch noch die neu aufgesetzte Grenzmauer als “französisch” klassifizierte, dass der Pavillon ein niederländisches Produkt ist, der elektrische Heizkamin belgisch, die Rosen im Garten englisch...

... ich glaube, ich muss meine Seite umbenennen in:

der europäische Landhausgarten

Dieser Blick bietet sich dem Hausherrn vom Arbeitszimmer im ersten Stock aus...

Dieser Blick bietet sich vom Sommerhaus aus...

...und auch dieser hier mit den wunderschön harmonierenden Stockrosen und Rosen vor der warm gelb gestrichenen Holzfassade (das kaltweiße Haus im Hintergrund bitte einfach ausblenden...)

...hochsommerliche Spätabendimpressionen.

Wildnis und Kindervilla - und alles ist aus einem Guss.

Die nach außen öffnenden Fensterflügel sind serienmäßig mit in Benelux üblichen Fensterausstellern in mehreren Öffnungswinkeln zum Lüften ausstellbar.

Leider befindet sich etwas ähnliches für die Flügeltüren nicht im Lieferumfang.

Anfangs behalfen wir uns durch mehr oder minder geschickt platzierte Gießkannen, um die Türen im lauen Wind gegen Schlagen zu sichern.

Im Baumarkt fanden wir diese Haken, die ihren Dienst hervorragend versehen und sich formschön an den Gesamteindruck anpassen.

Abendstimmung...

...und ganz, ganz weit dahinten ist das Sommerhaus...

 

 

Bild links: Für dieses Foto hat der Herr des Hauses sich todesmutig ins Dickicht des Kreuzgartens vorgewagt, einen respektablen Ringkampf mit unserem Eisen-Elch ausgefochten und dann dieses ultimativ das Gärtchen zu parkähnlichen Ausmaßen verzerrende Foto aufgenommen... Mein Held!

...nur ein paar Schritte bis ins Paradies...

Einzelne Stücke der Einrichtung fehlen noch - wir warten derzeit auf die Konsoltische.

Ansonsten war der Besuch bei Ikea sehr ertragreich... und hat uns auch einen viel schöneren Kronleuchter als den ursprünglich geplanten eingebracht.

Im Hintergrund die Hensvik Regale, die Arvinn Klappstühle sind daneben an die Wand gelehnt, man erahnt den elektrischen Heizkamin, darauf ein Alleby Segelboot, flankiert von den beiden Tonal Wandleuchten.

Der Kronleuchter Lerdal an der Decke spendet individuell dimmbares Licht - ganz der Situation angepasst.

Kronleuchter LERDAL

Im Regal rechts warten die Matten auf ihren Einsatz als Gästebett...

Die Rattanstühle inklusive individuell angepasster Sitzkissen in leicht cremefarbenem Bezug haben wir bei einem Rattan-Händler in der Nähe probegesessen und waren so begeistert, dass wir sie gleich mitgenommen haben.

Ein Blick hoch zur kuppelartigen Decke - weiß gewischt und gaaanz hell!

Die subtropischen und tropischen Temperaturen derzeit vereiteln den Versuch, den Kronleuchter mit Kerzen stilecht aufzuwerten.

So geknickt fühle ich mich bei der Hitze auch manchmal...

Sommerwunderland...

Wie sehr wir die wunderschöne Atmosphäre im Sommerhaus zum wohlverdienten Entspannen nach so viel Arbeit nutzen können, kann man hier sehen.

Der große Esstisch, zusammengebaut aus den beiden Konsoltischen und der Verbindungsplatte, die im Falle des Nichtgebrauchs hinter einem der Schränke verschwindet, lädt die gesamte Familie zum geselligen Beieinander.

Das Sommerhaus mit seiner weißen Einrichtung und den weißen Möbeln strahlt genau die skandinavisch-entspannte Atmosphäre aus, die uns in sekundenschnelle in einen mentalen Kurzurlaub versetzt.

Hier kann man so richtig entspannen!

Die offenen Fenster und Türen lassen selbst in der größten Mittagshitze ein laues Lüftchen durch den angenehm schattigen Pavillon ziehen.

Kurz nach dem Online-Stellen des letzten Updates im Sommer 2006 bekam ich eine sehr nette eMail einer Gartenfreundin aus dem Bayerischen, die mir ein wunderhübsches Foto ihres eigenen Lugarde-Pavillons zusandte mit dem Hinweis, durch die geschickte Platzierung eines Spiegel genau gegenüber der Eingangstüre sei es ihr gelungen, den Gartenraum optisch zu vergrößern.

Die Wirkung auf dem Foto war beeindruckend, und so machte ich mich sofort auf die Suche nach einem geeigneten Spiegel um von den Erkenntnissen dieser Gartenfreundin ebenfalls zu profitieren.

Vielen herzlichen Dank nochmals für diesen hervorragenden Tipp!

ZWISCHENFAZIT NACH EINEM DREIVIERTELJAHR

Das Sommerhaus ist sooo toll!

Wirklich, ich kann einen solchen geschlossenen Pavillon jedem nur empfehlen. Zuvor hatten wir in dieser Grundstücksecke ja die Denkerbank “Apfelhäuschen” stehen, und ich hielt diese eigentlich schon für das ultimative Draußensitz-Event: Hübsch unter Dach, mit einer geschlossenen Holzwand im Rücken und rechts und links ein romantisch beranktes Spalier.

Aber ich wechselwarmes Geschöpf fing spätsommerabends allerspätestens ab halb elf Uhr dann doch das Frösteln an.
Und Fleecedecke und molliger Strickpulli sind dann doch nicht so gar romantikfördernder Ausstattungsstücke...
Aber im Sommerhaus, es ist angenehm temperiert, wir sind vor allem seit Vollendung des Sichtschutzes völlig ungestört!

(O.K., mal abgesehen von klein bis mittelgroßen Menschen in linksgewendeten und quergeknöpften Schlafanzügen, die wie gewohnt wertvolle Sekunden beim Gute-Nacht-Sagen herauszuschinden suchen)

Also falls ihr euch auch nur ganz vage damit beschäftigt, eventuell irgend etwas ähnliches euch in den Garten zu stellen - ordert den Katalog von Lugarde! Diese Pavillons gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen und auch in solch kompakten Abmessungen, dass sie selbst in einem noch kleineren Garten als dem unserem, in dem einem die Erdbeeren förmlich durchs Schlafzimmerfenster in den Mund wachsen, hineinpassen.

Ich hoffe, niemand ergibt sich angesichts der Bilder und Beschreibungen frustriert seinen giftgrünen Neidanwallungen.
Was glaubt ihr, wie neidisch ich nach wie vor bin, wenn ich in der Hochglanzbroschüre von Lugarde die - großen - Brüder und Schwestern unseres Sommerhauses betrachte. Und die sind dann aber nicht so kunstvoll kompromissbereit in eine Ecke des ach so begrenzten Grundstücks gezirkelt wie bei uns, sondern repräsentieren wahlweise vor altem Baumbestand, hinter einem verwunschenen See oder inmitten einer parkähnlichen Rasenfläche ganz und gar hochherrschaftlich vor sich hin...

Nun wenigstens virtuell kann man sich ja in die zweite dieser Traumsituationen hineinversetzen...

 

 

 

 

 

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