<H1>Dekorationselemente</H1> Die Dekoration ist ein bestimmendes Gestaltungselement. Sorgfältig ausgewählte Dekorationsstücke bilden an ausgesuchten Plätzen mit den sie umgebenden Pflanzen eine harmonische Einheit. Original schwedisches Holzhaus Schlicht-dekorativer Staketenzaun Sichtschutzelemente mit Schattierungsgewebe Gartenlaube Apfelhäuschen Schwedenschuppen
TIPPS ZUR GARTENANLAGE

 

Die Natur hat lieber jemanden,
der sich mit einem fruchtbaren Garteneinfall aus der Hängematte erhebt,
als jemanden, der den ganzen Tag ohne Einfall im Garten herumrast.

Karl Förster

HIER GIBT ES SELBSTERPROBTE TIPPS ZUR ANLAGE EINES MITTELGROSSEN GARTENS

 

In der einschlägigen Literatur, seien es Gartenbücher oder Zeitschriften, werden Gestaltungsbeispiele in großer Zahl veröffentlicht. Meist sind sie jedoch für den Besitzer eines mittelgroßen Gartens von 3,5 bis 6 Ar nicht uneingeschränkt zu übernehmen.

Denn leider handelt es sich dabei um beneidenswert großzügige Anwesen mit 15 bis 20 Ar, oder aber um das absolute Gegenteil, nämlich recht kleine Reihenhausgärten von maximal 100 qm. Da unser Grundstück weder in die eine noch die andere Kategorie passen wollte, stand ich zunächst mehr oder weniger ratlos da, und entwickelte dann meine eigene Strategie.

PLANUNG PUNKT-FÜR-PUNKT

Für die Neuanlage meines Gartens war es für mich entscheidend, mir zuerst darüber klar zu werden, auf welche Art und Weise ich meinen Garten nutzen möchte. Diese Punkte fasste ich dann nach ihrer Wichtigkeit in einer Liste zusammen. Dazu gehörten Punkte wie ausreichend Bewegungsfläche in Form einer robusten Rasenfläche aber auch eine eigene Ecke für die Kinder. Dann sollte Obst aus dem eigenen Garten für die Familie zur Verfügung stehen. Eine großzügige Terrasse mit Anbindung an einen Teichgarten sollte vom Haus zum Garten überleiten.

Mixed Borders sollten den Garten umrahmen und einen Raum für unsere Lieblingspflanzen bieten. Ein kleiner Kreuzgarten sollte für das verworfene Gartenthema Bauerngarten stehen. Und schließlich sollte die geschickte Integration von funktionellen Elementen wie Regenfass, Kompostbehälter und Gartenschuppen dem Garten ein harmonisches, romantisches aber auch praktisches Grundgerüst verleihen.

Dann legte ich den ungefähren Platzbedarf für die einzelnen Elemente fest. Dabei machte ich die Erfahrung, dass man die Größe der obligatorischen Rasenfläche nicht allzu reichlich bemessen sollte. Denn in der Regel ist der Rasen einer der pflegeintensivsten Gartenbereiche, und je größer er ausfällt, umso mehr Arbeit verursacht er.

Unser Spielrasen von ca. 4,5*10  m ist für den Bewegungsdrang unserer drei Kinder mit ihren Freunden aus der Straße (es sind immer 3-6 Kinder da) absolut ausreichend.
Dagegen musste ich die Größe des Sandkastens anpassen, nachdem unsere Jungens größer wurden. Die Zahl der diversen Sandspielzeuge nahm immer weiter zu und mit Bagger, Laster, und anderen Baumaschinen besitzen unsere beiden Söhne eine ganze Baustellenausrüstung. In unserer Sandecke mit 1,5*2,5 m können die Jungen mit ausgedienten Pflastersteinen auch prima größere Mauern bauen. Bei der Anlage einer solchen Bauecke sollte darum von vorneherein nicht am Platz gespart werden. Ein absoluter Renner bei den Kindern ist das zum Piratennest auf Stelzen aufgerüstete Spielhäuschen, das wir in den großen Ferien 2001 gemeinsam gebaut haben.

GARTENRÄUME

Die räumliche Gliederung des Gartens kam als nächster Planungsschritt an die Reihe. Je nach Neigung erfordert z.B. ein stark geneigtes Hanggrundstück die Anlage verschiedener Terrassen und Stützmauern.

Wir haben unser relativ ebenes Grundstück durch die Anlage von niedrigen Wällen entlang der Grundstücksgrenzen modelliert. Damit haben wir die Illusion einer größeren Grundstückstiefe erreicht. Durch die Gliederung des Grundstücks in unterschiedliche Gartenräume mit deutlicher räumlicher Trennung ist es uns gelungen, den Garten optisch zu vergrößern. Von Besuchern und Passanten wird der Garten durchweg auf sechs bis acht Ar eingeschätzt. Durch diese Illusion bekommt unser Haus den nötigen großzügigen Rahmen.

Durch die Großbaustelle 2002 im Bereich des Vorgartens haben wir weitere 30 m2 bis dahin ungenutzte Gartenfläche in einen erlebbaren und wertvollen Gartenraum umgewandelt. Dabei bauten wir zunächst eine Stützmauer. Dadurch konnten wir diesen steil abfallenden Gartenteil zu einer ebenen Fläche auffüllen. Gegen äußere Einflüsse haben wir diesen Gartenraum dann noch mit mannshohen Rankelementen geschützt.

Die einzelnen Entstehungsschritte sind auf der Seite 'Vorgarten-Projekte' dokumentiert und das Ergebnis ist auf der Seite 'Vorgarten-Gartenraum' zu bewundern.
Die Gestaltung der Übergänge zwischen den Gartenräumen war Inhalt der nächsten Planungsphase. Der darauf folgende Schritt der Planung bestand im Setzen von räumlichen Akzenten innerhalb dieser Bereiche. Wenn man sie an einer geschickten Stelle platziert, können z.B. Hausbäume schöne Ausblicke einrahmen oder den Raum optisch abrunden und dem Grundstück damit Halt geben. Auf diese Weise wird unsere Rasenfläche von einem Apfelbaum und einem Zwetschgenbaum eingerahmt. Die Birkengruppe hinter dem Piratennest gibt auf dieser Weise jener Grundstücksecke einen Halt. Die Rosenbögen schaffen spannungssteigernde Durchblicke und harmonische Übergänge zwischen den Gartenräumen. Der sanft geschwungene Gartenweg im Küchengarten lässt diesen Gartenraum großzügiger erscheinen.

Der Hauptsitzplatz sollte an geschützter Stelle und möglichst nahe am Haus liegen, um ihn zu einem sommerlichen Esszimmer werden zu lassen. Außer dem Hauptsitzplatz sollten mindestens zwei weitere Sitzplätze vorgesehen werden. Von dort aus lässt sich die Vielfalt der Gartenräume aus den unterschiedlichsten Perspektiven betrachten. Die intime Gartenlaube ‘Apfelhäuschen’ in der Südwestecke unseres Grundstücks erlaubt uns eine eher introvertierte Sicht auf das Haus und insgesamt drei der Gartenräume.

Die Bank am Brunnenplatz im Vorgarten bietet uns einen kühlen und schattigen Sitzplatz in der Sommerhitze. Der kleine Platz am neuen schwedischen Landhausschuppen soll mit bequemen Eisenmöbeln zu einer sonnigen Frühstücksterrasse ausgestaltet werden.

Von der Bank auf unserem Treppenvorplatz haben wir jederzeit einen Blick auf die Fahrkünste der Kinder auf dem großzügigen Wendeplatz der Sackgasse nordwestlich des Grundstücks. Zu einem weiten Blick über Garten und Nachbarschaft lädt der überdachte Balkon im Obergeschoß ein. Außerdem bietet er einen sehr praktischen Platz um im Sommer die Wäsche zu trocknen und wird ganzjährig als ein spannender Allwetter-Abenteuerspielplatz von unseren Katzen genutzt.

Eine nähere Beschreibung der realisierten Gartenräume findet sich auch auf der Seite 'Gartenräume', außerdem ist einigen von ihnen eine eigene Seite unter dieser Rubrik gewidmet. Folgende Gartenräume wurden verwirklicht: Vorgarten, schwedischer Landhausschuppen mit Frühstücksplatz, Küchengarten, Nutzgarten, Piratennest, Kreuzgarten, Wassergarten, Terrasse, Rasenzimmer mit umgebenden Mixed Borders und Rosen-Kräuter-Rabatte.

REALISIERUNG SCHRITT-FÜR-SCHRITT

Bei der Anlage eines Gartens in Eigenregie ist es kaum möglich, die gesamte Fläche ‘in einem Rutsch’ anzulegen. Für mich war es am besten, Mut zur Lücke zu zeigen und mich einem Gartenraum nach dem anderen zu widmen. Die Gartenelemente, die wir am dringendsten benötigten, legten wir als erstes an und die übrigen Bereiche liessen wir noch ruhen. Wir uns liessen Zeit und bekamen dadurch die Chance, die Gegebenheiten des Grundstücks intensiv kennenzulernen.

Im Laufe der weiteren Realisierung und mit der wachsenden Erfahrung konnten wir Stück für Stück passende Lösungen finden.

So fiel z.B. der Wunsch meines Mannes nach einer großzügigen Pflanzung von Rhododendren zunächst unter den Tisch, da er nur mit einem aufwändigen Bodenaustausch zu verwirklichen gewesen wäre. Mittlerweile hat im Bereich des Schattengartens in unserem Vorgarten ein kleiner Rhododendron-Hochstamm seinen Platz gefunden. Dort wurden aufgrund der Aufschüttung sowieso größere Erdarbeiten nötig und die Anlage eines Moorbeets war so leicht zu realisieren.

Andererseits stellten wir fest, dass der schwere fruchtbare Löß-Lehmboden unseres Grundstückes ideal für Rosen ist. Eine ganz neue Leidenschaft entwickelte sich dadurch und prägt mittlerweile den gesamten Garten.

Auf den zunächst brachliegenden Flächen läuft man leicht Gefahr den aussichtslosen Kampf gegen das Unkraut zu verlieren. Wir haben diese Partien mit einer ca. 5 cm dicken Schicht aus überlappendem Zeitungspapier abgedeckt. Darüber haben wir  eine 5-6 cm dicke Schicht aus feinem Rindenmulch aufgetragen. Das Zeitungspapier verhindert das Durchkommen von Unkrautwurzeln und schirmt gleichzeitig den Boden vor dem Eintrag von unerwünschten Samen ab.

Der hässliche Anblick der Zeitungen wird vom Rindenmulch kaschiert. Sobald wir uns über die Gestaltung der Fläche klar geworden waren, brauchten wir diese Abdeckung nicht komplett abzuräumen. Es reichte aus, an den vorgesehenen Pflanzstellen den Mulch zur Seite zu schieben und die Papierlagen kreuzweise einzuschneiden. Wir bogen das Papier vorsichtig zur Seite und der Boden lag zur gewohnten Pflanzung frei. Nach dem Angießen wurde das Papier dann bis an den Wurzelhals der neuen Pflanze zurückgelegt. Anschließend füllten wir die entstandenen Lücken mit frischem Rindenmulch.

Eine andere Möglichkeit der Begrünung bietet die Aussaat pflegeleichter Staudensamen. Die in meinem Garten angefallenen Akelei- und Stockrosensamen streute ich einfach nur auf dem Mulch aus. Im nächsten Jahr freute ich mich über massenhaften Nachwuchs!

 

Allerdings sollte man bei der Verwendung von zellulosehaltigem Mulchmaterial wie Rindenmulch und Zeitungspapier immer beachten, dass bei der Zersetzung von Zellulose dem Boden Stickstoff entzogen wird. Solange die Fläche noch nicht begrünt wird, wirkt sich dieser Umstand zunächst noch positiv aus, da dadurch das Wachstum des Unkrauts ein wenig gebremst wird. Sobald man beginnt, die Beete zu füllen, muss man die frisch gesetzten Pflanzen selbstverständlich mit einer Extraportion stickstoffhaltigem Dünger wie Hornmehl oder Hornspänen versorgen!!!

 

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